Warum Black Dragon beim SMF/WPMF Mitglied ist
Es gibt allein in der Schweiz an die fünf verschiedene Muay Thai Verbände. Wobei jeder Verband das Regelwerk des Muay Thai etwas anders auslegt. Black Dragon hat sich entschlossen, demjenigen Verband beizutreten, welcher aus unserer Sicht dem traditionellen Muay Thai Thailands am nächsten kommt. Derzeit ist dies der SMF/WPMF. Der Verband bietet mit schöner Regelmässigkeit seriöse Wettkämpfe für Amateure, aber auch für Profis an. Die Amateur Kämpfe werden mit dem Logo "Swiss Muay Thai Trophy" gekennzeichnet. Die Teilnahme an diesen Kämpfen ist nur lizenzierten Clubs gestattet. Alle Kämpfer müssen zudem im Besitz einer gültigen Kampflizenz sein und über ein ärztliches Attest verfügen. Über alle Wettkämpfe wird transparent berichtet und es wird eine seriöse Rangliste geführt. Kampfrichter werden regelmässig aus- und weitergebildet. Ab Mitte 2011 werden ebenfalls Schweizermeisterschaften ausgetragen und ein Nationalteam gebildet.

Ziele und Grundsätze des SMF und WPMF
SMF "Swiss Muay Thai Federation"
Der Swiss Muay Thai Verband (SMF) hat folgende Ziele:
- den Thaibox Sport in unserem Land bekannt zu machen und zu verbreiten
- Unterstützung der Mitglied Clubs
- Überwachung und Einhaltung der Reglemente und Traditionen
- Auf- und Ausbau der Verbandsstrukturen auf nationaler Ebene
- Aufbau von einem internationalen Beziehungsnetz, internationale Zusammenarbeit
Der SMF ist dem internationalen Verband "World Professional Muay Thai Federation" kurz WPMF angeschlossen.

WPMF "World Professional Muay Thai Federation"
Die WPMF wurde am 23. November 2002 durch den professionellen thailändischen Muay Thai Verband (PAT) gegründet. Der PAT ist der einzige, durch die Regierung von Thailand anerkannte Verband.
Die WPMF wurde gegründet, um Muay Thai weltweit bekannt zu machen, um die Einhaltung der Reglemente sicherzustellen und um die mit dem Sport verbundenen Traditionen aufrecht zu erhalten. Die Schweizer Delegation des WPMF wurde auf Anfrage aus Thailand im Jahr 2009 gegründet.

Black Dragon engagiert sich aktiv in den Verbänden
Ab 1999 war Black Dragon dem Muay Thai Bund Schweiz (MTBS) angeschlossen und beteiligte sich aktiv am Verbandsgeschehen. Martina war viele Jahre im Vorstand des MTBS tätig und richtete mehrere Schweizermeisterschaften für den Verband erfolgreich aus. Vor rund vier Jahren fusionierte der MTBS mit dem Schweizer Muay Thai Verband (SMTV). Auch hier war Black Dragon mit Martina in der Dispziplinarkommission vertreten. Die beiden Verbände MTBS und SMTV waren der IFMA (International Federation Muay Thai Amateur) angschlossen, dem weltweit bedeutensten Amateur Muay Thai Verband. Amateur heisst in diesem Falle, dass die Kämpfe mit Schutzausrüstung (Helm, Körperschutz, Ellenbogenschoner, Boxhandschuhe und Schienbeinschonern) durchgeführt werden. Martina war mit dem Verband drei Mal an den Weltmeisterschaften in Bangkok Thailand dabei und nahm auch an Trainingslagern und Seminaren in Thailand teil. Dreimal war eine Delegation von Black Dragon an den Europa Cup Turnieren der IFMA in Singen dabei. Unter anderem schaffte es Lorenz Stauffenegger bis in den Halbfinal 2008 und ein Jahr zuvor gewann Eakubon den Europa Cup Titel 2007.
Seit 2009 engagieren sich Eakubon und Martina aktiv für den SMF/WPMF und haben massgeblich am Aufbau des Verbandes mitgewirkt. Seit Anfang 2011 fungieren beide als Berater für den Verband.
Unseriöse Machenschaften in vielen Verbänden
Nebst diesen Verbänden gibt es eine Reihe weiterer Verbände in der Schweiz. Leider ist es so, dass in diesen Verbänden keine! Ranglisten existieren. Das heisst, es ist nicht ersichtlich, wer derzeit die Nummer eins, zwei, drei, etc. der jeweiligen Gewichtskategorie im Verband ist. Es wird quasi dem meistbietenden Veranstalter ein Titelkampf verkauft. Solche Titelkämpfe sind unserem Sport nicht zuträglich und schaffen Verwirrung. Dem nicht fachkundigen Zuschauer werden Weltmeister vorgestellt, welche in Tat und Wahrheit, nicht einmal Schweizermeister des Verbands waren. Für Titelkämpfe werden bewusst Gegner gewählt, welche mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit keine Chance haben den Kampf zu gewinnen. Auch werden Reglemente angewendet, welche nichts mit Muay Thai zu tun haben. Beispielsweise sind Ellenbogen nicht erlaubt oder Kniestösse zum Kopf sind verboten oder das Clinchen untersagt. Solche Reglemente entsprechen nicht dem Muay Thai, werden aber als solches verkauft. Ein seriöser Verband hält sich an das Regelwerk und die Traditionen seines Sports, führt seriöse Ranglisten und regelmässige Titelverteidigungen durch.
Übersicht und Erklärung oft verwendeter Begriffe:
Kickboxen: Sportart aus Amerika, vor rund 20 Jahren entstanden. Schläge mit Fäusten und Füssen auf Oberkörper und Kopf erlaubt.
Kickboxen mit Low-Kicks: Regeln wie beim Kickboxen. Zusätzlich sind Kicks auf die Beine des Gegners zugelassen.
K-1: Kampfsystem aus Japan. Der verstorbene Schweizer Kämpfer Andy Hug war das Aushängeschild dieser Organisation. K-1 gab ein Regelwerk vor, unter welchem sich Kämpfer aus dem Boxen, Kung Fu, Karate, Muay Thai, Kickboxen, etc. messen können. Das Regelwerk des K-1 ist dem des Muay Thai ähnlich. Erlaubt sind im K-1 Schläge mit Fäusten, Beinen und Knien. Jedoch sind Ellenbogenschläge und Clinchen untersagt.
Muay Thai (thailändischer Begriff) oder Thaiboxen (deutscher Begriff): Kampf-und Kriegskunst aus Thailand, welche vor rund 1500 Jahren entstand. Im Muay Thai sind Schläge mit Fäusten, Ellenbogen, Beinen und Knien auf den ganzen Körper zugelassen. Clinchen ist erlaubt. Vor jedem MT Kampf ist ein Wai Kruh (Zeremonie bei welcher sich der Kämpfer auf den Wettkampf einstimmt und Respekt gegenüber Trainer, Gym und der Familie ausdrückt).
Thai-K1, Thai-Kickboxen, etc.: bezeichnen keine offizielle Kampfsportart.
Free Fight, MMA (Mixed Martial Arts): Ist eine Mischung aus verschiedenen Kampfsportarten und noch relativ jung. Verschiedene Stile kommen zur Anwendung: Brazilian Jiu Jitsu, Judo, Wrestling, Muay Thai, Grappling etc. Im Gegensatz zum Muay Thai ist der Bodenkampf erlaubt und macht oft einen wesentlichen Teil des Kampfes aus. In gewissen Kantonen der Schweiz sind Kämpfe im MMA verboten.
